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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 14 (1821) Terpsichore
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des Dichters Jakob Balde.

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rüst tragt und damit spielet. Da es indessen be-kannt ist, daß dies der Geschmack und die Lehrartseines Ordens war; so wird man es ihm zu guthalten, wenn er auch in solchen Hebungen sich alsMeister zeigen wollte. Ich glaube, daß ihn nie-mand, selbst Mäsen ins nicht, in diesem unge-heuren Luxus von Versifications-Künsten übcrtcoffcnhabe.

Zweitens. Natürlich erstreckte sich diesirfalsche Geschmack unvermerkt weiter. Er, der er-habne Gedanken so einfach, so stark auszudrückenwußte, wird in Eomposition der ibm gleichsam zu-stromcndcn Bilder oft so überfließend, daß er derschonen Ausdrücke und Sentenzen kaum ein Endeweiß. So gehet es ihm insonderheit in den Oden,die er Enthusiasmen nennet; aber auch in an-dern Werken, insonderheit in sseinem Trauerspiel,die Tochter Jcphtha *), wo er in Farbenund Sentenzen den Seueka selbst , wie Herkules denAntaus überwindet. Ob es mir gleich bei Ueberse-tzung seiner Odcn, in denen ihn Horaz noch ammeisten in Schranken erhielt, hie und da leid tbat,diesen üppig-schönen Wuchs abschneiden, das zu vieleGold wcgwischcn zu müssen; so that ichS dennoch;und ward dabei an jenen Geschmack erinnert, indem der Jesuitcn-OrdeN einst seine Kirchen und Saleausschmückte. Bei aller Hoheit und Reinheit, jabei einem imponirenden Ernst bemerkte man in ih-

*) 1?om» IV. x. ghg.