Kcnotaphium
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unser», Dick-ler. I» allen Sylbenmaaßen, in jederGattung der Dichtkunst hat er sich geübt, und da-durch eine Gelenkigkeit, eine Versatilikät erlangt, die,selbst wenn fte mißfallt und ermüdet, dennoch Ver-wunderung erreget. Beim Verzeichnis seiner Werkewerden wir finden, daß ec durchaus keine Dich-tungsart unversucht gelassen; wie aber auch mitSylbenmaaßen gespielt habe, davon mag sein großesGedicht von Eitelkeit der Welt, sein Aga-thyrsus, seine oh'mpiia sacru, seine Philomelezeugen. Beim ersten Gedicht z. B. s) giedt er sicheinen biblischen Spruch als Thema auf, und verän-dert diesen sechsfältig, Lateinisch, Deutsch, im Kir-chen- und Volkstöne, Elegisch, Anakreontisch, inHendckasyllabcn, und im schwersten Scazon. The-mata solcher Art setzt er hundert und neunzig zu-sammen, und beschließet sie mit reich abwechselndenEpilogen. Sein Agathyrsus hat dergleichenAbsätze fünf und achtzig l'); ähnliche Abwechslungenenthalten seine Olympia, seine Philomele c).Schülern der lateinischen Verskunst mögen dieseVariationen manchen Handgriff in Bearbeitung desMaterials der Sprache zeigen; uns thut es äußerstwehe, große, schone, zarte Gedanken in solcherPalastra umhergcjagt und endlich erliegen zu sehen.Es tbut uns wehe, ein n wirklichen Dichter als eb-nen Handwerker zu erblicken, der schweres Baugc-
n) Inin, IV. Loloie. 1860,1 >) l'airi. IV. p. igg.l'om. IV. x. zK6. 487.