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Kenotaphium
schlingen dieses Krieges waren von jeder Seite ge-recht. Je länger die Verwüstung währte, destopartheiloser ward jedermann, so daß man auch anunserm Dichter zuletzt bei seinen brennenden Wün-schen nach Sicherheit und Frieden durchaus keinePartheüichkeit mehr bemerket a). Vielmehr habenümi seine reine patriotische Oden über DeutschlandsWohl und Weh k>), über die Sitten der Deut-schen ess, über Deutschlands damaligen Zustand u. f.den meisten Ruhm erworben: denn wer Balde auchsonst nicht kennet, kennet ihn als einen patrio-tischen Dichter. — Wenn er indeß in früherenJahren sich von seiner genommenen Parthci so weitausbcingen ließ, daß ec z. B. über den an Wal-len stein begangenen Mord frohlocket ä); wenner gegen die Häupter und Lehrer der Prctesiant.nin unwürdige Schmähungen ausbricht s): so kannman dies durchaus nicht anders, als durch dieHitze des Augenblicks in der damaligen Zeit.nlage,so wie denn auch durch die frühausgefaßlen Vcrur-theile seiner Erziehung, und durch seine Unwissen-heit entschuldigen. Balde, wenn er jetzt lebte,
») Terpsich. S. 2c>/. u. f.
k>) Lg'lv. I. IX, Oä, 11, iz. 14. ig. ig. 20. sz.ag. u. f.
v, Lvlv. l. III. IV.
ä) lHrio. I. a. Oä. iZ.
e) Xut-ig-ltbvrs. I,VIII — I.XIII.