Kcnotaphium
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Balde war ein römisch - katholischer Geistli-cher, der eine Zcjtlang dem Hofe zu München pre-digte; dies giebt einen Aufschluß zu vielen seinertzsidichte-
Von einem Geistlichen und Ordensmann, dernach strengen Gesetzen der Enthaltung und Massig-keit lebt, wird man kein vivsMus, mss Dsslckn,keine Elegiecn in der Weise Tibulls erwarten;auch der Adonis - Garten Horazischcr Gesänge derLiebe blühet nicht für ihn. Ihm ziemen Regeln,die der stoischen Schule nahe kommen, ob sich gleichunser Dichter zu dieser Schule nicht bekannte n).Dem Amor wollte er weder schmeicheln, noch stöh-nen; in mehreren Oden, z. B. Wunder derLiebe, an einen Narciß, der zurückbli-ckende Simson, Petrarca, der Braut-werber u. f. schildert er ihn eben nicht zärtlich K).Liebhaber der erotischen Poesie werden also hier vielesvermissen, das sie aber in andern Dichtern destohäufiger finden. Jeder Daum bringe seine Früchte.
s) O^r. I. 5. Oll. rs. r6. Our n Ltolais lliscesse»rit. Oll. 2g. gg. u. f. und Lerpsich.
d) IHric. Oll. io. rg. Lzllv. I)-r. O. V, Oll. iS.und Zerpsich,