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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 14 (1821) Terpsichore
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203
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Lyrische Gedichte,

20 ?

Philomcle an ihre Schwester Progne.

Waren Tauben voreinst der Liebe Boten, warumsoll

Philomele dir nicht bringen ein freundlichesLied,

Schwester Progne? Sie kann dir nicht mehr sin-gen im Haine,

Dickerer Erdenluft tönet die Stimme nichtmehr.

Aber sin stummes Gewand kann sie dir zeigen; duliesest

In ihm, was dir entfernt deine Getreuestespricht.

Schwester Progne, wir liebetcn uns und wählten

verschieden;

Du die gerauschige Stadt, ich mir den einsa-men Hain.

Da schwang ich mich empor zu diesen stilleren Hai-nen ,

Wo kein Räuber uns mehr, keine der Klagenverfolgt,

Wo mit dem Adler die Taube scherzt, und die stei-gende Lerche,

Selbst das Zeistchen nicht Kranich und Geyererschreckt;

Wo kein Rabe mehr krächzt, kein Sperling buhlet,und nicht mehr

Euer erfabelte Schwan singet den Sterbegefang.

Städte, wie du sie liebst, sind nicht in unserenAuen;