Schwalbe, dein irdenes Nest — ist es nichtschöner als sie?
Unsre Städte — jedoch du begreifst von ihnen den
Namen
Nicht, und die innere Lust dünket dir Nebelund Traum.
Komm hinüber zu uns. Hier ladet ein ewiger
Frühling,
Den du vergebens dort, ziehende Wandrerin,suchst,
Ewiger Frühling ladet dich hier mit dem lauestenDuft ein;
Narben und Krokus blüh», Progne, sie blü-hen für dich.
Komm hinüber. Es weicht in unserm Lande derWahrheit
Jegliche Fabelgcstalt. Hier bist du Schwalbenicht mebr;
Ich die Nachtigall nicht. Es verstummten meineGesänge,
Als ich in diesen Hain höherer Hymnen ge-lang.
Komm hinüber. Du wirst hier mit mir wohnen.
Es trennen
Hier sich Häuser und Hain, Flur und Pallästenicht mehr.
Jedem gewähret sich hier sein Wunsch, und jeglicher
Wunsch ist,
(Kaum begreifest du dies,) hier auch des anderenWunsch.
Schwester, Königin, du, die im Rauch der leimcrnenHütte,
Die im staubigen Nest kältender Festungen wohnt;