Lyrische Gedichte.
Wer weiß, was hinterm Treffen dir HannidalFür Listen stellte? Unter der Rose selbstSey nicht vertraulich; mancher schwatzte
Unter der Rose sein Herz und Glück weg.
Ein andrer soll verschweigen, was du verrathst? —Auch deinen Unmuth trau dem Arkader-OhrNicht an; im Herzen, wie im GrabeLieg' und verwese der todte Unmuth.
Ach, Herz des Menschen, Grube, die viel verbirgt l *Berlaumdung, Unrecht, Schmähungen, Zorn und
Haß
Und Rache — Balfamirte Leichen,
Liegt und verweset! mit euch der Neid auch!
Der mildgewordne Dichter.
Der in rascherer Jugend kühne Pfeile
Schoß aufs Puni sche Ohr; dem Juvenal einst
Seine Ader erglühte, wie der Baccha
Fackel cmporflammt;
Dem dann Flatkus die Brust, von Eifer kochend,Mit dem Salz des gelindem Spottes würzte,
Wenn Lucilius zürnend ihn — und ernst ihnPersius weckte;