Lyrische Gedichte. 169
° Ihnen in Mensen davor.
Andre öffnen ihn breit wie der Landmann. Breit
wie der Landmann
Säen sie Bcrse daher.
Andre jagen in hohem Galopp; und in Mitte der
Bahn steht
Pegasus scheuend am Sumpf.
Diesem fehlet die Kunst, und dem andern Na-tur, und dem Dritte»
Fleiß, der bcyde vereint.
Denn vereint er sic nicht, und übte die Künstlerin
Pallas
Dich nicht in Wachen und Müh;
O so warfst du vergebens den Pinsel, daß er zu
Schaum wird,
Lüste verwehen den Schaum.
Freund, dich hat aus edlerem Thon zum schöneren
Anblick
Günstig die Sonne geformt;
Aechte Gesteine, mit Gold umfaßt, sind deine Ge-danken ,
Deine Worte Krystall.
Zärtlich weinet die Elegie, und der steigende
I a m b u s
Kamvst in deinem Gedicht,
Honig strömet dein Sap phischer Vers. — Wie
manche der Sänger
Logen zu Schwanen sich um,
Schlichen hinein in die heiligen Haine der PallaS
und krächzen
Ewig nur Krahengesang.
Diesem schwillct die Ader; die Brust ertönet; einAetna