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Lyrische Gedichte.
Strömet Flammen und Graus.
Andere putzen den Vers, wie die Aeffin streicheltdie schöne
Holdgebobrenc Frucht,
Drücken in jedem Wort ihn ans Herz, bis der süs-se Gedanke
Zärtlich am Herzen erstirbt. —
Freund, erstorbene Blumen, und faßtest du sie inSmaragd ein,
Oder in lauteres Gold,
Du verkaufest Leichen in goldenem Sarge; dein
Epos
Heult wie ein Jammergedicht.
O Ga larin, was deine Geliebte nach Jahren der
Jahre,
Was deine Muse gebiert,
Mache ja, daß es lebt, und das Licht der fröhli-chen Sonne
Schaue mit.frohem Gesicht.
Ist cs ein Knabe, so werd' es ein Held, der Tha-ten besinget,
Ihnen zum Ruhme wie dir;
Oder ein Mädchen, und hinkt mit dem Einen Fuße,so hink' es
Tanzend mit zierlichem Fuß. *)
Anspielung aufs Heroische und Elegische Sylben-maaß der lateinischen Sprache.