r63 Lyrische Gedichte.
Wer tadelt Maro's Panische Dido, dieA cneas sah? Sie reichet den LorbcerkranzDem Sänger vom erträumten Roqus;Lüge der Musen ist schön're Wahrheit.
An einen furchtsamen Dichter.
Auch dich lächelte Phöbus mit holdem Frühlingcs-
blick an:
Denn deine Muse gefällt.
Und du zweifeltest noch, ob dich auch Fama be-
günste?
Freund, o verbanne die Furcht.
Kostete nie dein C enso r die Quelle des PinduS,
so ist er
Pöbel; und kostet' er sie,
War' er Pindarus selbst und Horaz, er ver-dammte dein Werk nicht;
Oder mir lüget Apoll.
Horche den Zeiten umher. Laut bellt und schnattertder Unsinn;
Aber o singet ein Schwan
Dir zur Seite; was heischest du mehr? Zahl' alle
die Dichter,
Wenige singen wie du.
Manchem lachte die Pforte V e nu si a's; aber nicht
allen
War sie zu grüßen gegönnt.
Mehrere preisen den runden, den grajisclicnMund; doch ein Ring hangt