Lyrische Gedichte.
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An einen deutschen Schriftsteller.
Geh; ich neide dich nicht. Vollführe das Werk und
gewinne
Lästerung dir zum Lohn!
Eile der Welt zu schenken ein Buch, das Herku-les selber
Kaum zu tragen vermag. —
Wenn Wir schreiben, so bringen Wir Deutsche mit
ängstigcr Eile
Blinde Hündlein ans Licht;
Kurzer Ruhm und ein langer, verdrießlicher Eckel
verfolgt uns,
Daß man uns nennet — gelehrt.
Wie die Taube der Benus, so fleucht ein Blatt
in die Lüste;
Und kehrt nimmer zurück.
Wie die Frühlingsschwalbe; sie freut sich des freye-
ren Lebens,
Und kehrt nimmer zurück. —
Deutsche Natur ists, hohe Gebäude von Hirn
zu erbauen,
Etwas in Allem zu seyn,
Mahler und Todtengräber, Sterndeuter, Färber undTänzer,
Gerber, Schmidt und Poet,
Und wohl dazu noch gar ein Bote der Götter, ein
Augur;
Alles sind wir und Nichts. —
Deutsche Natur ists, viele Papiere mit 'offe-nem Munde
Auszuwerfcn, vergnügt.