152 Lyrische Gedichte.
Sich auf andere Lander. Zichn umher sie,
Daß sie nirgend in aller Welt, als sich nurFremde bleiben? Sie sehn das Ausland an mitStolzer Verachtung..
Und Du Deutscher allein willt deine Mutter,
Aus der Fremde gekehrt, Französisch grüßen ?
O spey aus, vor der Hausthür spey dcr SeineHäßlichen Schlamm aus.
Rede Deutsch, o du Deutscher, Sey kein KünstlerIn Geberden und Sitten. Deine WorteSeyn wie Thaten, wie unerschütterliche
Felsen der Wahrheit.
Eine keusche Vestalin, deine Tochter,
Dien' am Heerde des Hauses, nicht am AltarCythcreens, damit die Jungfrau würdig
Trage den Brautkranz.
Vom erwachsenen Baume, nicht vom StrauchleinSey die Fackel, mit der ihr Hymen leuchte.
Eine Mannin die Braut; die Schwieger sey ihrMutter und Freundin.
Zucht und Ehre den beyden HausgenossenHeilig; schnöde Gewinnsucht beyden schändlich.
Arbeit und die Muse, Geschäft und UmgangTheile die Stunden.
Deutschland, lerne den Fleiß durch Preise fordern.Lob befruchtet die Seele, wie den AckerMilder Regen, damit die Saat im erstenWüchse nicht sterbe.