Lyrische Gedichte. »43
Das neue Saiten spiel.
Lauer wehten die Lüste nach endlich entflogenen Stür-men ;
Frühling erneute die Welt.
Da erwärmte der Busen sich mir; zu Jugend - Ver-langen
Kehrte die Seele zurück.
„Ware das Saitenspiel, das einst ich sxielete mejnnoch!
Gab' eS Terp sichere mir
Wieder; wen» sie mir nicht ein Schöneres schenkte >.
Begehr' ich .,
Schweigende Muse, zu viel? —
Nur den Schatten der Kranze, die einst mich schmück-ten, erfleh' ich.
Nicht zur Zierde für mich.
Meinem Memmius möcht' ich singen ein Lied,wie ich einst saügl —
Schweigst du, wie Niobe noch,
Felsgewordene Muse?" — Ich sich zum Himmel,und siehe,
Wolken u'nringetm mich.
Blitze fuhren; ich bebt', und wie mir selber entrissen,
War ich in anderer Welt,
Und mir sprach eine Stimme; sie sprach in das in-nerste Her; mir.-
(Meiner Gefährten rer nabm
Keiner ein Wort.) „Undankbarer du, Alsatiec, hoffstdu
Neue Gesänge von mir?
Da du das Saitensttel, das ich dir schenkte, zer-trümmert,