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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 14 (1821) Terpsichore
Entstehung
Seite
134
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,34 Lyrische Gedichte.

Das Ungeheuer.

Unter Arkadius ward ein Ungeheuer geboren;

(Mich dünkt, es war bei Ehalcedon.)

Seiner Mutter, (ein Weib, die der Stolz undGei; in Person war;

Den Vater wußte selbst sie nicht.)

Ihr schien hold das lächelnde Kind; nur reckten dieOhren,

Wie Mi das-Ohren sich empor.

Sonst ein Affengesicht; und unterm häßlichen Kinne

Hing ihm ein wahrer Eurus-Kropf.

Seine Glieder starrten in Kälte, wie wenn der D r-cember

Aus Scvthien geboren sey.

Wer cs berübrete, stand erstarret. Es blinkte disZähne;

Und warf die Augen bin und her.

Widriger Schaum stand ihm vorm niegeschlossenenMunde;

Unruhig hob cs sich, und sank

Kraftlos nieder. Das Volk, die Obern liefen zu-sammen:

Ist es ein Mensch? ein wildes Thier?

Lebt es?"Leider, cs lebt! (so sprach der gött-liche Weise;

Chrvsostomus.) Sein Vater ist

Pluto ! Doch ists kein Mensch. Das heilige Was-ser der Taufe

Gebührt ihm nicht; doch geb' ich ihm

Einen Namen; der werde mit Scheu von allen ge-nennet