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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 14 (1821) Terpsichore
Entstehung
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»22 Lyrische Gedichte.

Ceres schauet sich selbst und die hungrigen Schaarren mit Zorn an,

Daß ihre Frucht von Menschcnblut erwuchs.

Grausam herrschte der Tod. Den rafft' er in Eile;

dem Andern

Versagt' er sich; die Junafran dorste nicht

Unentweihet zum Grab. Geschändet - niedergetretne

Leichname sahn die ernsten Manen scheu.

Und wie im brennenden Walde die Glut, so wachsetder Krieger

Ruchloser Sinn und Frevel Jahr auf Jahr.

Weithin wütet die Pest. Nicht DeutschlandsFluren allein drückt

Der Jammer; ganz Europa mit ibm bebt.

Thems' und Schelde, der Rhein und die Elb'und Wcserund Donau,

Ihr' aller Wogen hat der Sturm empört,

Spanien schleicht mit sinkendem Tritt. AuchGallien singet

Triumphgesänge zwar, doch ächzend nur.

Rahel weinet um ihre Kinder; der traurige Siegweint

Um lausend arm-erschlagne seines Volks.

Schließet den Tempel, o Jhr von himmlischen PfeilenErstickte,

Ihr Friedensboten, schließet Janus Thor.

Bannet hinein den Krieg, das Ungeheuer, undfesselt

Mit hundert Ketten dem Altar es an.

Ihm zu Füßen bindet den Neid und die schrecken,de Rache,

Den drohnden Ehrgeiz und den wilden Zorn,