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Lyrische Gedichte
Nach der Eroberung Breisachs
im dreißigjährigen Kriege.
Des Flakkus Eithcr reiche mir, Knabe, dieDort an der Wand hangt; jene, die silberne,
Nicht dieses Rohrgewachs, das Pan mirNur zu Gesängen der Landlust schenkte.
Was soll mir Buchsbaum? Jene, Böotier,
Die dir zur Hand ist. Weißt du nicht, wie ich langstIn ihre scharfen Silbertöne
Liebende Thrancn und Trauer mischte?
Nun schleuß die Thür, und ziehe den Riegel vor,Daß meine Seufzer, Seufzer ums Vaterland,
Kein fremdes Ohr belausche. Muse,
Gib mir, o Muse, Gesang zu Thrancn.
„Wo Gott der Herr nicht selber das Haus beschirmt.Wo Gott der Herr nicht selber die Stadt bewacht;Umsonst sind Eure Wall' und Thürme,
Wachen und Sorgen, sie sind vergebens.
Des Reiches Brustwehr, Unseres JupitersTarpejer-Burg hat Brennus erobert!"—>Wer
O Knabe, hat an dieser CitherAlle die Saiten gelöset? Wer hat.
Unglücklicher, die Töne mir ganz und garVerwirret? Stimm' ein anderer Flakkus sie!
Mich eckelt der sinnlosen Mübe. —
Reiche den Becher! hinweg die Saiten!