Lyrische Gedichte.
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Munter griff ich; die widerspenstge Leier .
Tonte fremden Gesang. Wie Balaam dortMußt' ich Segen singen, den ich im tiefstenHerzen verwünschte.
Also wallet im Meer das schwache Segel,
Widrigem Wind' ein Spiel, indes? das SteuerMachtlos kämpft und die Ruder und der SchiffmannTraurig crseufzen.
Starker griff ich den Ton. Des VaterlandesUnbezwingliche Glut im Herzen sollteGlück ihm singen, und ach im Todesfroste
Starrte die Hand mir.
Wie im Schlafe, so sang ich: „Hohes Deutschland!Laß den Kummer hinweg! Die Feinde fliehen;
Ein glückseliges Land, du wirst es bald scyn,
Allen zum Neide.
Reich an edler Bcrathung! Reich an Klugheit,
Wie an tapferem Muth! an Fürslentrcue,
Wie an Treue des Volks; an seiner GliederInnigen Eintracht,
An Vernunft, am Geiste des Vaterlandes!" —
Also sang ich matte gezwungne Töne;
Andre gab mir Apollo nicht; und hatt' ichWilde zerrissen
Meine Saiten. O eitel ist die Dichtkunst!
Dft beschämet sie uns, uns tauscht Apollo,
Daß die Freundin Leier uns ihre liebstenTöne versaget.
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