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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 14 (1821) Terpsichore
Entstehung
Seite
108
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io3 Lyrische Gedichte.

Spaltet' er auch mit seinem Orions-Schwerte dasSchiff uns,

Brüder, uns rettet ein Brct.

Auch mein Alter meß' ich nicht mehr nach Jahrender Sonne;

Hang' ich am sonnigen Strahl?

Meine Sonn' ist ein höheres Licht, ein schöneres!Djcs nur

Zählet die Stunden mir ab.

Ueber des Himmels Bogen und über alle GestirneSpann' ich zum ewigen ZielMeine Senne der Brust, und schieße den Pfeil, derunendlich

Fliegt und so sicherer trifft.

Das Götter leben,

Dich besing' ich, wahres Leben,

Süßes Leben, Götterleben,

Das kein Alter je beleidigt,

Keine Hora neidend kürzet,

Das in Paradiesesströmen

Nektar uns, und Milch und Honig, Seligkeit undFreude strömt.

Wo im Purpurlicht AurorcnsUnvcrwelkt der Freundschaft Rose,

Und der Liebe Rose blübet;

Wo auf Wiesen nur die BlumeSich mit Edelsteinen zieret,

Und im Glanz der Morgensonne ewig neu die Schöpf-ung lacht.