Lyrische Gedichte. 107
Kommt her und schauet, denen im Spiegel jetztIhr Antlitz,-wie der Stimme die Echo süßZurücke klingt, in diesen SpiegelSchauet. — Wo bin ich? Es schweigt die Muse.
Gott.
Hangen wir alle dann von Einem mächtigen Blickab;
Wohl! so sey es gewagt,
Alles Ihm zu vertrauen, nichts für uns selber zu-rück zu
Halten; wir hangen an Ihm,
Will Er, daß wir tpeiben den Pflug in LybischemSande;
Oder in Caucasus Schnee,
Will Er, daß in Jonicns Meer wir kreuzen , undstocken
In Karpathischer Bucht;
Mögen andre des Meers Untiefen messen, und horchenAuf der Vogel Geschrei;
Aengstljch lauschen, wohin die Lüfte streichen? DerNeumond,
Was er mit seinem GesichtProphezeihe? ob dunklere Nebel? wie oder mit heitermAntlitz glückliche Fahrt?
Ob^er schlummre, oder imit seinem Horne den AbgrundWühle zu Fluthen empor?
Hieß uns gehen der Gott; so halt kein Nebel-OrionUnter den Wellen uns auf;