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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 14 (1821) Terpsichore
Entstehung
Seite
96
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Lyrische Gedichte.

Und wacht vor ihrem Tempel hier,

Neiget das Haupt und bewegt die Arme Mit süßemVerlangen,

Und grüßt mit sanftem Säuseln sie.

Könnte dein Dhr vernehmen die zarten Worte derBlatter;

Du Höretest ihr Ave noch.

Und sie winket den Pilger in ihre Schatten; sieküdlt ihn

Vom Sonnenbrände, decket ihnWie sic im Leben gcthan, mit duftenden Zweigen;

sie labt ihn

Mit Blükhen himmlischen Geruchs.

Höret ihr nicht, wie sie jetzt dem Ehorgesange desTempels

Zulispelt? wie ein hcilger SchaukSie ergreifet? Auch schonet der Blitz die heiligeDaphne;

Wer einen Zweig von ihr empfing,

Fürchtet Jupiters Strahlen nicht mehr. Der um-liegenden Gegend

Heißt sic die hei lige Linde jetzt.

Nach dem Tode zu leben, ist Etwas, singen dieDichter;

Ein blühend Leben lebet sie.

Mutter