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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 14 (1821) Terpsichore
Entstehung
Seite
92
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Lyrische Gedichte.

S2

Wer hat dcn Weg der Sterne, der Tugend Pfad

Dem Menschenuolk mit holderer Anmuth jeAls du geöffnet i Furcht und Schauer

Sinken dem Zitternden, selbst wenn Deine

Gerichtstrommet', die Stimme der Ewigkeit,

Ertönet. Leise wehen die Schauer ihmNur Nahe Gottes. UnvermcrketLernt er die Listen des falschen Glückes

Verachten, lernt die Schimmer des Ruhmes, lernt

Der Fama Donner, und des gefürchtetenHochgrimmes Blitz, dcr UngcwitterKühlende Regen mit Füßen treten.

Hoch über Zufall, über Vergänglichkeit

Und nichtqe Sorgen rücket im Hauch uns fortDein Sonnenwagen, der durch alleSterne der himmlischen Laufbahn fahret*)

So lebtest Du Dein Leben, für andre nur;

Im stillen Schatten, selber ein Schauplatz Dir,Zuschauer dir und Spieler. FriedlichWallten die Stunden, ein reiner Bach, hin.

Dein Mund war aber mehr als Apollifches

Orakel; Deine Mäße, die heitre Stirn,

Die sanfte Wohlgestalt, die schlankeHeilige Dürre gebot Verehrung.

*) Anspielungen auf dieses Greises Schriften undLehrari.