M Lyrische Gedichte.
T r a u c r k l a g e.
Ach, Veiler ins, ach!, wohin du dich wendest, er-blickst du
Ucber dich fallende Lasten des Schicksals!
Vier der Kinder, nach ihnen die Mutter, in EinemJahre
Sind dir geraubt. Ich fühle den Jammer —Nie wird Dir, wenn der Thüre du nahst, dein lieb-licher Benno
Rufend entqegenbüpftn., Es wird dichKeiner der Andern mehr mit stilleren Küssen em-pfangen ,
Auf dem, Schooße der NeuvermähltenNie dich ein Eichel grüßen. — Die andere rosigeTochter
Reichte dir auch die dunkle Cypresse;
Und nach Allen die Mutter, dein liebendes Weib.
Sie begleitet
Treu ihre Kinder binab in die Erde,,
Fern dem Abwesenden D i r. Du findest, wenn duzurückkehrst,
Keines von ihnen; und foderst Sprüche,Sprüche der Musen von. mir. Valerius fodresie nicht mehr.,
Hülle-dich ein in den Schmerz, und verstumme.Dulde mit tapfrer Brust die Pfeile, die dir dasSchicksal
Aus dem Köcher des Todes bestimmte.
Seufzen will ich mit dir und klagen: „Güter derErde,
Freuden der Erde, Alles ist eitel!