Lyrische Gedichte. 8g
Auf! Wie hebet sich leicht webender Schatten Tanz!Ohne drückende Last schweben am Boden wir,Flüstern leisen Gesang, schwingen uns dreimal dannAuf und hin gen Elysiu m.
Der du, Sterblicher , Nachts unsere Stimmen hörst,Bald wirst du sie mit uns flüstern. Wi ' waren auchWas du bist, und du wirst werden, was wir je^t. sind.Folg' uns, Sterblicher, lebe wohl!
Beim Tode eines Kindes.
Das verbietet die diamantne Pforte,
Daß dein Sohn dem Flehenden wiederkehre;
Klopft' auch Orpheus selbst mit ZaubertönenAn die verschloßns.
Deine Thranen, o Vater, sind verloren;
Drum bekämpfe den Gram, bis er sich selbst bricht.Ein Kind ist dir entnommen; doch ein Einz'ges,Einziges Kind nicht.
Sieh', dein Heinrich lebet. Der RosenknabeBenno glüht, wie die edle volle Traube.
Deine Töchter blühen; die Aeltcste zieret
Jetzo der Brautkranz.
Und auch Edmund lebet. Er hat im GrabeNur die staubigen Kleider abgelegct.
Zn der Urne liegen die Fesseln; Er durch-
Wandert den Archer,