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Lyrische Gedichte.
Weihung eines Kindes.
Warum denn soll ich, heilige Jungfrau, DirDas Kind nicht weihen e NebM ich es doch damitDer Mutter nicht; der bessern MutterBring' ich ihn dar, den unschuldgen Knaben.
Nimm an das Pfand der Liebe, du Liebliche!
Des Lebens erste Dämmerung werd' ihm baldZur holdesten Aurora. FrüheTrinke die Blume das reinste Licht ein.
Vor Dir, der Mutter, spiele der Knabe, wieDein Knabe spielte. Wenn er dein Mittag Naht,Durchhauch ihn ganz mit deiner AnmuthSüßestem Athem; und kommt der Abend,
So schenk' ihm Rübe, reine Gemüthes - Ruh.
Der Frühling mag die Seele, der Sommer ihmDas Hcrz, der Herbst die Wange brennen;Schmücke den Winter mit Schnee der Unschuld
Mutter und Kind.
Schau' den reinen, schau' den krystallnen Spiegel,Dem im Blicke sein Bild der e w'ge VaterLiebend eingeprägct; er sah mit Huld dieReine Gestalt an.
Göttin, schön bist du; o wie ganz durch dich schön!Jungfrau, aber du bist des Kindes Mutter,Dieses Kindes! Siehe, der Knabe macht dichUebcr dich selbst schön.