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Lyrische Gedichte.
Den Königen die treuste Beschützerin
Zieh' aus, o Muse, ziehe der Wahrheit SchwertFür jeden Würdigen, und wend' esGegen Verbrecher, der Thronen Schande.
Verabscheut sind mir, die sich mit Menschcnblut
Den Purpur färben! War er nicht roth genug?
Und muß der Bürger Blutstrom fliesten,
Daß er sich färbe zu höh'rer Rothe?
Die Casars haß' ich, die den Senat bei Nacht
Zu Todesfurcht versammle». In ThracicnScy Menschenopfer Königsweihe,
Taurien würge den Gast als Fremdling.
Mein König wandl' im fröhlichen, weißen Saal.
Sein Schlafgemach bring' an den Tapeten ihmKein blutig Bild vor, das mit schwererDrohender Faust ihm den Schlaf verscheuche.
Tyrannen mögen, (Rosse mit Mcnschenfleisch
Genährt,) Nur Zorn ausschütten; mein König
wägt
Auch den gerechten Schmerz, und säumetLinde das Wort, das Gesetz uNd Tod spricht,
Und säumet dennoch nie die Gerechtigkeit. —
Wenn unheilbarer Frevel die Guten kränkt,
Ist Arztes es und Königsgüte,
Daß er den Frevel voN Unschuld sondre.
Neroncn singen, während dem Brande Roms!
„Erlaubt ist, waS beliebet!" Mein König singt:„Nur was erlaubt ist, das b elie bt mir.^Königen auch ist erlaubt nicht Alles.