Lyrische Gedichte. 6c
Nahm' er es gütig an : denn Ihn begleiten des Früh-lings
Schmeichelnde Lüste, die Liebe des Volkes,Das sein Wohl ihm danket und von ihm fröhlich er-wartet.
Eine Macht, die nimmer gebaßt wird,Menschlichkeit, und gefällige Zucht, und
erhabener Anstand
Leuchten in ihm; ein himmlischer Amor!
Trajanus Schwert.
„Wo nackte Schwerter sprechen , da schweig', oFreund;
Sie sind von scharfer Zunge; sie schneiden dir
Mit Römerworten ab die Antwort.—"
Ihnen entgegen wohlan denn, laß uns
Trajanus Schwert gebrauchen, ein Nömerwort!
Schon horcht der Rath uns. Siehe, der Hof, die
Stadt,
Das Volk, es horcht der Kaiserrede,
Die von dem blinkenden Schwerte flammet.
Hört" Also sprach mein Eonsul lakonische
Gebieterworte: „Brauche das Schwert für
mich,"
(Und reicht es seiner Wache Feldherrn)
„Oder auch gegen mied, wenn ichSwe rth bin."