Und du bist noch immer Gewinns begierig!
Häufst zu früherem Raube neuen Raub dir!
Fühllos, daß du dir selbst mit Dem ErwerbeSchaden erhandelst!
Denn dein inneres Gut verliert mit jedemNeuerworbenen, das dir die BegierdeMehrt, nicht mindert. Willst du ein Reicher werden,Werd' es enthaltsame
Hör' am Pfluge den Landmann. O er singt dir:
„ Edelgestein' entbehren ist nicht Armuth!
Einst ward von dem Pfluge des VaterlandesRetter gerufen!"
Nero.
Wer hinter Nero wollte noch seiner LustDen Zügel lassen? War' er der Schlechtste auch,Und börste nie das Glück er fürchten,
Zittr' er vor sich und vor seiner Willkühr.
Wie elend ist ein Bube, der, treu sich selbst,Jedwedem Wunsche, segiicher SchandbegierDes Herzens frohncnd, auch das KleinsteSich zu versagen nicht Muth, nicht Kraft bat.
Regenten, denen in der verschloßnen BrustDie Winde brausen, schauet das Unthier an,Deßgleicbcn nicht der StymphalidenSumpf, der Nemeische Wald nicht zeugte.