Druckschrift 
Zur schönen Literatur und Kunst Theil 14 (1821) Terpsichore
Entstehung
Seite
55
Einzelbild herunterladen
 

Das Füchslcin lauscht' in Eaprea's Holen einst,Ein furchtsam weicher, und ein unglücklicherTyrann. O welche UngeheuerNährtest, Italien, du dem Throne,

Soldaten - Ungeheuer! KaligulaIm Krieg' erzogen, wechselte bald das SchwertMit Messern, Becher mit dem Helme,

Seiner Geburt und des Taglichts unwerth.

Was weil' ich länger unter abscheulichen,Verworfnen Schatten? Treibe siefort, Merkur,

" Hinab zum Lrkus. Eilt ihr Larven,

Viehische Larven, hinab zur Hölle,

Du Claudius, der sich und die Bürger trog,Wahnsinnig-grausam. Schändlicher Galba du,Blutschänder Flavius, du weicherOtho, du üppiger Caracalla.

War Maximin dein Kaiser, o Rom? Er warDein Lictor, Sieh' den fetten Vitellius,

Den Commodus in Wein ertrunken,Heliogabalus, seines Bauches

Geweihten Priester!--Mörder der Mutter, haltDu Brudermörder, Nero! Er zittert blaßHinweg; wie seine SchwcfclsackelnBleich, ein entehrter feiger Gaukler.

Ihr Messalinen, Livia, Julia,

.Ihr art'gen Mütter zierlicher Töchter, zähltErzählt uns eure Buhlereien;

Unter den Trümmern des Palatinus