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Lyrische Gedichte.
Laut vor allen erklingt die macht'ge LiebeInden Saiten, ein schmeichelnd-süßer Tonklang.Lern' ihn, lerne die ganze volle Leier
Weise beherrschen.
Hoffe Würdiges, wünsche nur das Edle,
Hasse Laster, und fürchte, was zu fürchte»
Ist, verehre die Gottheit, frei von Unmuth,
Fröhlich und schuldlos.
Nicht die Menschen allein, du wirst die Götter,
Und die Schöpfung umher, das Ehor der Sterne,Baum' und Thiere bezaubern mit der LeierSüßem Gesänge,
Aber liebest du , Freund, was hassenswcrth ist,Fliehst, was lieben du solltest, bist im UnglückWie in Freuden, in Zorn, und Furcht, und KühnheitNimincr ein Weiser;
O dann rasseln in wilden falschen TönenAlle Saiten des Herzens durch einander;
Deine Muse des Lebens singet grause
Stygische Lieder.'
So als Pluto voreinst auf Aetna's FlurenCeres blühende Tochter wüthend raubte,
And die Traurige nun, die Unglückselige
Nieder zum Orkus
Kam; da sang Hymenaus auch ein BrautliedVor der Pforte des Orkus, alle ManenUnd die Traurige zu erheitern, die jetzt
Trauriger weinte.