Lyrische Gedichte.
Komm! mit dir kommt Frübling und Freude. Dastraurige Jahr fleucht;
Wolken und Regen und SchneeSind entwichen. O schmelzende Stimme des lieben-den Herzens
Nahe dich, nahe dich mir.
Höre mich an, du sollt zu Meinem Geliebten, du
sollt ihm
Botschaft bringen von mir,
Einer Entfernten, einer Gefangenen. Den ich nicht
sehn kann,
Sollst du sehen, und ihn
Trösten. Er leidet wie ich. Fleuch hin! mit demsüßesten SeufzerLeichtre sein leidendes Herz.
Die Leier des Pythagoras.
Lieblich klinget der Ton von goldnen Saiten,
Wenn dev göttliche Sänger sie belebet;
Aber lieblicher klingt die mebr als güldne
Leier des Herzens.
Freund, du kennest sie Wohl. Von vielen SaitenWirbeln Töne, wie aus der Aeolsharfe,
Ungeregelt, wo Kunst sie nicht und sanfteLehre sie ordnet.
Hoffnung, Furcht, und Begier, und Haß, und Wünsche,Schmerz und Freuden ertönen dumpf und lauter,Daß die Nerven in uns, daß Seel' und KörperInnig erzittern.
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