Lyrische Gedichte.
Die Hut der Augen.
Mit reinem Feuer zündetest du, Natur,
Der Kindbeit holden zärtlichen Anblick an,
Daß Unschuld in dem offnen Auge,
Liebliche Schaam im gesenkten wohne.
Die heilige Flamme leider! entweidet oftCythere. A m o r's glühende Fackel streutMit schwarzem Rauch unreine Funken,
Trug und Begier in die zarte Flamme,
Die unter unsrer göttlichen Stirne strahlt.
Dann blitzen P-eile, funkelndes Kriegsgefchoß,
Und Tod und Grausen auf der FerneSicheren Hafen vcrtraundcr Unschuld.
Dem Strahl des Mondes ziehst du den Vorhang vor»O Jüngling, wenn am Tage dir Cynthia,
Die aus ProperzeN's Kammer schleichet,
Listig erscheinet, hinab den Vorhang!
An die Nachtigall.
Die du durch Auen und Hain und angenehme Ge-
silde,
Liebliche Sängerin, fliegst,
Und im grünenden Waldthealer uns Klagen des Her-zens
Singest, Nachtigall, komm.