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L >) ri sche G e di chte.
An die Nachtigall^
Waldsirene, du lieblicheFrühlingssangorin , auf! und seyMir ein Bote der Liebe.
Siehst du meinen Geliebten: soSag' ihm nn mit dem innigsten ^
Ton: „E s g r ü ß e t die Deine dich!"„Grüßet" singe mit Hellem Laut;
„Dich die Deine!" mit Seufzen nur.
Fragt er, was ich beginne: soSag' ihm an mit gebrochenenKlagetönen: „Ihr brennt die BrustVoll von heiliger Flamme. SieRuhet unter dem Apfelbaum,
Hingesunken, zerflossen inThranen. Nach dem cntscrnctcnLiebling schießt sic den Flammenpfeil."
Bleibt er stumm, wie ein Fels im Meer,Hört dich kaum, und bewegt sich nicht,
Giebt ein trauriges LebewohlDir zur Antwort, und denket mein,
Mein nicht mehr» o so dringe DuLauter, zärtlicher ibm ans Herz;
Suche, suche den kühnsten Ton,
Und beweg' ihn. - - Du fleuchst noch nicht?Weilst du, Bote der Liebe t Weh,
Weh mir Armen! — O fleuch, o fleuch.
Herders Werke. Lit. u. Kunst. XIV. B 7'rr^ic/-.