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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 14 (1821) Terpsichore
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14
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>q Lyrische Gedichte

Der Verlust.

Auch im herben Verlust, o Freund,

Sprich den herben Verlust nie mit Verzweiflung aus.

Laß die Vögel des Glücks entflieh»,

Wohin, nächtlicher Zeit, sie ihre Göttin rief.

Willt du trauren, da heute duAusgeflogen die Schaar, morgen erjauchzen, wennDu die Flüchtigen wiedersiebst?

Lieber schütte das Nest mit dem Gefieder aus,

Aus die flüchtige, falsche Brut!

Sind Pallaste dir noch, wenn dich ein Winkel birgt?

Nur der Boden, worauf du stehst,

Ist der Deine; das Land , das mit dem Finger duOder gar mit dem Namen nurDein bezeichnest, o Freund, glaube, gehört dir nicht.

Eine friedliche Hütte, wo lNicht die Sorge, wcrinn Fleiß und die Tugend wohnt,(Sey sie noch so beengten Raums!)

Ist dem frohen Gcmüth über Olympia'sRennbahn, über den Kaifersitz,

Den das Laster bewohnt, herrlich und weit und groß.

Hab' ein freies, ein edles Herz,

Jede State wird dir frei und zur Königsstadt;

Wie zum Kerker der Goldpallast,

Wenn dein inn'res Gemüth dich zum Gefangnen macht.

Horchst Du meinem Gesänge, Freund?

Folg' ihm; und du wirst reich, größerund mächtiger.Als wenn beiderlei Indien,

Und der Araber dir, Paktol und Tagus dirSchatze zollten und Specerei'n.

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