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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 14 (1821) Terpsichore
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15
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Lyrische Gedichte

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Die Tugend,

ein Genius.

Freund, ätherischen Bluts fühlet die Tugend sich,Fühlt sich edleren Stamms, als in den Thälern hierUnter Schwämmen und DornenHinzuschlcichen. Sie schwinKt sich,

Sie, des hohen Gestirns Schwester und Bundgcnofi,Uebcr Wolken, wo ihr, würd' er von Winden auchHingetragen, der Adler,

Jovis Adler nicht folgen mag.

Arbeit ist ihr ein Lohn. Süsserer Schlummer stärktIhr nachsinnendes Haupt, wenn es am Schilde ruht,Und nach schonen GefahrenNeue schönste Gefahren träumt.

Dann theilt mit dem Gestirn wachend die Ruhe sie,Bis mit Blitzen des Zevs, mit dem befruchtendenDonnerknaUc die Lust sieSegnend kühlet und reiniget.

Schau! mit glanzendem Fuß tritt sie die schwache

Furcht

Tief zu Boden; es hebt üoer des Schicksals MachtSic ihr Fittig; im UnglückSteht sie vester und ganz sich gleich.

Glaubst du, wenn sie vom Schweiß mühender Käm-pfe troff,

Daß ein Bad sie erquickt? Schönergebadet imSchweiße nützlicher Thaten,

In nachlaßiger Anmuth schön,