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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 14 (1821) Terpsichore
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B o r r.e d e.

ordnet sic mit Grazienhand zum Kranze. Ueber dengemeinen Gang dcc Dinge erhaben, gicbt die lyrischeMuse uns eine höhere Ansicht dieser Dinge, undweiß uns in wenigen Strophen mehr zu Hitzen, nlslnnge Abhandlungen sagen könnten: denn sic giebtreine Resultate; Resultate langer Erfahrung, tieferBetrachtung, inniger Gefühle. Durch Wohlklangspricht sie zu unserm Ohr, durch eine Reihe vonBildern und Empfindungen zu unsrer Seele, bis sieihr kleines, in allen Theilen durchdachtes Kunstwerk,so bald cs seyn kann, oft unvermuthct, immer aberauf eine befriedigende Weise vollendet.

Roch möchte ich für meinen Dichter einige Bit-ten cinlcgen.

Erstens. Man lese seine Gedichte nicht mitden Augen allein, sondern höre sic zugleich; oderwo cs seyn kann, lese man sie laut, einem andern.So wollen lyrische Gedichte gelesen seyn; dazu sindsic gearbeitet. Mit dem Klange gehet ihr Geist her-vor, Bewegung, Leben. Zu diesem Zweck habe ichin meiner Uebersctzung jederzeit den einfachsten Aus-druck gewählt, verschlungene Perioden sowohl, alszu kühne Wortfügungen vermieden. Wer die Poesienicht liebet, vergesse, daß, was er liefet, Poesie sey->