Vorrede.
VII
Vaterlandes strömen aus seiner Brust, aus seinerinnigbcwegten Seele. Nirgend buhlt er um Beifall;ein strenger Umriß bezeichnet seine Denkart, auchwo er am sanftesten redet. Er lebte in den Zeitendes dreißigjährigen Krieges, und sah die jammervolleScenen desselben. Mit verwundetem Herzen trösteteer die Vertriebenen, richtete die Gesunkene auf: in-dem er das Schicksal Deutschlands beweinte, suchteer Deutschlands bessern Geist zu wecken, und es zurTapferkeit, Redlichkeit, Eintracht zu ermahnen. Wieergrimmt ist er gegen die falschen Staatskünstler!wie entbrannt für die gesunkene Ehre und Tugendseines Landes! Allenthalben in seinen Gedichten ste-het man seine ausgebrcitete, tiefe, schneidende Welt-kenntnis, bei einer achtphilosophischen Geistcswürde.In diesem und in mehrerem Betracht ist er einDichter Deutschlands für alle Zeiten; mancheseiner Oden sind von so frischer Farbe, als warensie in den neuesten Jahren geschrieben.
Und diesen Schatz von Empfindungen bietet eruns in einer Form dar, die unstreitig zu den glück-lichsten gehört, deren sich di,e menschliche Sprache be-dienen darf; ich meine die lyrische Weise. Siebricht die Blumen der schönsten Gesinnungen und