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beunruhigt. Er musste, wie geschickt ein Wilder seine Absichtenverbergen kann, und er fühlte, daß es eine schuldvolle Schwachesein würde, wenn er sich nicht ans das Schlimmste vorbereitethielte. Heimliche Befehle wurden deßhalb seinen Leuten ertheilt,während er ihre Anstalten unter dem Scheine verbarg, daß siemit einer kriegerischen Parade feierlich abziehen sollten.
Das Gewissen des jungen Soldaten tadelte ihn, als er sah, wieder ganze Stamm ihn und die Seinigen bis znm Stromufer ohneWaffen und mit traurigen Gesichtern begleitete. Sie sammeltensich in einem Kreise um die Fremden und ihren Häuptling, undwurden nicht allein friedliche, sondern innig theilnchmende Zuschaueralles Dessen, was vorging. Als es augenscheinlich mnrde, daß Hart-Herz zu reden wünsche, hielten die Abziehenden inne, und zeigtenihre Bereitwilligkeit zu hören, indem der Wildsteller den Dienst desDolmetschers verrichtete. Hierauf redete der junge Häuptling seinVolk in der gewöhnlichen bilderreichen Sprache der Indianer an.Er begann damit, auf das Alterthum und den Ruhm seiner eigenenRation anznspielen. Er sprach von ihrem Glück auf den Jagdenlind im Krieges von der Art und Weise, wie sie immer gemußt,ihre Rechte zu vertheidigen und ihre Feinde zu züchtigen. Nachdemer genug gesprochen, um seinen Stolz auf die Größe der Lonpsdarzuthun, und das Gefühl seines Volks zu befriedigen, ging erplötzlich zu dem Stamme über, dessen Glieder die Fremden waren.Er verglich ihre unzählbare Menge mit den Flügen der wanderndenVögel zur Blüthenzeit oder im Herbste. Mit einer Zartheit, wienur ein indianischer Krieger sich ihrer zu bedienen weiß, erwähnteer nicht geradezu ihres Hanges zum gewaltsamen Raube, welchersich häufig in ihren Verhandlungen mit den rothen Leuten darge-than. Da er wohl fühlte, daß der Argwohn zu tief in den Ge-mächern seines Stammes eingewurzelt sei, suchte er lieber, wasirgend in ihnen auflodern möchte, durch mittelbare Entschuldi-gungen zu beschwichtigen. Er erinnerte seine Zuhörer, daß auch