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werden können, blickte er um sich. Aber Alles schlief ruhig undsicher, und nun schritt er ans die schon erwähnte Landschwelle zu.Hier erreichte der Squatter einen Punkt, von wo ans er gleichweit nach Osten und Westen blicken konnte. Leichte Lämmerwol-ken umschleiertcn den Mond, der kalt und wässerig glänzte. Dochgab es Momente, wo seine ruhigen Strahlen aus klaren, blauenRäumen vorschossen, mit ihrem sanften Lichte den Gegenständenringsum ein mildes Ansehen schenkend.
Zum ersten Male in einem Leben so voll wilder Begebenhei-ten empfand Jsmael, daß er einsam dastehe. Die nackten Prai-rien wurden für ihn nnbegränzte, traurige Wüsten, und dasRauschen des Windes klang wie die Stimmen der Tobten. Jetztdünkte es ihn auch, der Wind bringe ein Geschrei hervor. Esklang nicht wie ein irdischer Ruf, sondern strich gräßlich durchdie obere Luft, von dem hohlen Stöhnen des Windes begleitet.Die Zähne des Squatters waren znsammengcpreßt, und seinemächtige Hand griff nach der Flinte, als wolle er das Metall wiePapier zusammendrücken. Nun noch einmal, und ein neuer Wind-stoß und ein lautes Gewimmer, als wäre es dicht vor seinenOhren ansgestoßen. Eine Art Echo brach unwillkürlich ans seinenLippen hervor, wie ja die Leute oft bei unnatürlichen Anregungenaufschreien, und, die Flinte über die Schultern werfend, ginger mit Gigantenschritten auf den Felsen los.
Es geschah nicht häufig, daß das Blut in Jsmaels Adern sorasch strömte, wie mehrentheils in denen anderer Menschen, aberjetzt war es ihm, als wolle cs aus'allen Poren seines Körpersheraus. Seine thierische Natur war aufgeregt wie nie, seine langschlummernden Kräfte erwachten. Je weiter er vorschritt, um somehr hörte er das Schreien; zuweilen schien es über ihm in denWolken zu ertönen, zuweilen kam es ihm so nahe, als streife esüber die Erde zn seinen Füßen. Endlich ein lauter Aufschrei, wokeine Täuschung möglich war; die Einbildungskraft konnte zu dem