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4 (1853) Die Prairie : eine Erzählung
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Ach, Jsmael, wir trieben die Sache zu weit. Wäre wenigergesagt worden, wäre es wohl klüger gewesen! Dann wäre unserGewissen ruhig geblieben."

Esther," sagte der Gatte, indem er sich tadelnd, doch inseiner dumpfen Weise zu ihr umkehrte,es gab eine Stunde,mein Weib, wo du dachtest, es sei eine andere Hand, welchedieses verruchte Werk gethan?"

Freilich, freilich! Der Herr gab es mir ein, als Strafe fürmeine Sünden! Aber seine Gnade blieb nicht lange aus, als derSchleier gelüftet worden. Ich sah in's Buch, Jsmael, und dafand ich Worte des Trostes."

Hast du das Buch zur Hand, Frau? Es könnte uns dochRath geben bei einem so schrecklichen Geschäft."

Esther suchte in der Tasche, und brachte bald das Fragmenteiner Bibel znm Vorschein, die so räuchrig und vergriffen war,daß die Schrift kaum mehr lesbar schien. Es war unter demgesammten Gepäck des Squatters das einzige, was einem Bucheeinigermaßen ähnlich sah, und war von der Frau als melancho-lisches Ueberbleibsel glücklicherer und wahrscheinlich auch flecken-loserer Tage anfbewahrt worden. Lange war es ihre Gewohnheitgewesen, darin nachzuschlagen, wenn die Umstände so drückten,daß menschliche Hilfe nicht leicht war, obgleich ihr Geist und ihreEntschlossenheit sehr selten Trost darin suchten, so lange noch irgendeines der gewöhnlichen Mittel unversucht geblieben. Ans dieseWeisehatte Esther eine Art bequemen Bündnisses mit Gottes Wort ge-schloffen, indem sie es selten um Rath fragte, das heißt nurdann, wenn ihre eigene Unfähigkeit, ein Uebel abzuwenden, all-zuklar am Tage lag. Casuisten mögen entscheiden, wie weit siein diesem Stücke anderen Gläubigen ähnlich war ; wir wollen inunserem Thema weiter fortgehen.

Es gibt manche furchtbare Stellen in diesen Seiten, Jsmael,"sagte sie, als sie den Band öffnete, und die Blätter sich langsamDie Prairie. 33