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4 (1853) Die Prairie : eine Erzählung
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nisse der Natur hätten vergessen sollen. Aber während die Söhneunter ihrem Vorrath nach etwas Derbem suchten, zur Stillungdes Hungers, und die kleine Brut sich um die noch leeren Näpfedrängte, waren die Aeltern dieser noch ungesättigten Familie aufganz andere Art beschäftigt.

Als der Squatter sah, daß Alle, und sogar der wieder auf-lebende Abiram, daran gingen, ihrem Hunger abzuhelfen, winkteer seiner niedergeschlagenen Ehehälfte und stieg auf eine ferneLandmelle, welche gegen Osten zu lag. Die Zusammenkunft desEhepaars auf diesem nackten Fleck schien wie ein Zusammentreffenauf dem Grabe ihres ermordeten Sohnes. Jsmael gab seinemWeibe ein Zeichen, Platz neben ihm auf einem Felsstücke zu neh-men, und dann folgte eine lange Zwischenzeit, während derenNiemand zu sprechen geneigt schien.

Wir sind lange zusammen gereist, durch Gutes und Schlech-tes," fing Jsmael zuletzt au,manche Versuchung und Prüfunghaben wir zu überstchcn gehabt, und manchen bittcrn Trank habenwir ansschlürfen müssen, mein Weib, aber niemals ist mir so Etwaswie Dieses begegnet."

's ist ein schweres Kreuz, für ein armes, verleitetes, sündi-ges Weib zu tragen!" erwiedcrte Esther, indem sie den Kopf nie-derbengte, und theilweise das Gesicht in ihrem Rock verbarg.Eine schwere, schwere Last, auf die Schultern einer Schwesterund einer Mutter gelegt!"

Ja, darin liegt ja eben das ganze Uebel. Zur Bestrafungjenes obdachlosen Jägers hatte ich mich ohne große Ueberwindungvorbereitet, denn der Mann hatte mir wenig Gutes gethan, undGott verzeihe mir, wenn ich ihm Unrechter Weise so viel Böseszutraute! Das heißt indessen nur, Schande zu der einen Thürmeiner Kammer 'rein bringen, um sie zu der andern wieder hinauszu treiben. Aber soll, wer meinen Sohn ermordet, ruhig undleer ausgehen? Der Junge würde niemals Ruhe haben!"