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4 (1853) Die Prairie : eine Erzählung
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mittheilte. Die Prairie glich einem Wolkenhimmel nach einemdunkeln Wolkenbrnche, Alles sanft, ruhig und still.

So stand Alles rundum, als die Familie des Squatters zu-sammentrat, um einen endlichen Beschluß hinsichts der verschiedenenIndividuen zu fassen, welche durch die vorhin erzählten Vor- undZufälle in ihre Gewalt gerathen waren. Alles, was von ihrLeben und Freiheit besaß, war schon von dem ersten Tagesgranenan auf den Beinen, und selbst das jüngste Wesen dieser wandern-den Brut schien es vollkommen zu wissen, daß ein Moment er-schienen sei, wo Umstände an's Tageslicht kommen würden, welche' einen bedeutenden Eindruck auf sie, bei dem ihnen gefallenen Looseeiner halben Barbarei machen mußten.

Jsmael schritt durch sein kleines Lager mit dem Ernste einesMannes, dem unerwartet Dinge von einer Wichtigkeit, die weitüber die gewöhnlichen Begebenheiten seines nnstäten Lebens hinans-gingen, zur Entscheidung zngcsallen waren. Seine Söhne indessen,welche so oft Gelegenheit gefunden, die unerbittliche Strenge inihres Vaters Charakter zu erprüfen, sahen in seiner finstern Mieneund seinem kalten Auge, weit mehr die Entscheidung, bei seinenBeschlüssen zu verharren die er gewöhnlich eben so hartnäckigdurchsetzte, wie er sie starrsinnig gefaßt als irgend Spuren vonSchwanken und Zweifel. Selbst Esther war merklich durch diewichtigen, so schwer ans dem Wohl ihrer Familie lastenden Ange-^ legenheiten aufgeregt. Während sie nichts von den häuslichen Ver-richtungen vernachlässigte, die sie unter allen denkbaren Verhält-nissen würde ansgesührt haben gerade wie der Erdball sich um-schwingt, auch wenn Erdbeben seine Rinde spalten und Vulkaneseine Eingeweide verzehren so war doch offenbar ihre Stimmegedämpfter und etwas weniger keifend 'als gewöhnlich, und wieoft sie auch ihre Kinder schalt, so geschah dieß doch mit weitmehr Mäßigung und Berücksichtigung der Würde und des An-sehens, die ihr als Mutter an und für sich zukamen.