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4 (1853) Die Prairie : eine Erzählung
Entstehung
Seite
456
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Feinde verschwinden mochte. Es gewann indessen den Anschein,als hätten die Pawnee's nicht allein die Entdeckung seines Aufent-halts gemacht, sondern als wären sie auch mit größter Kunst undList bis dicht an die einzige Seite gekommen, wo man es fürnnnöthig hielt, die üblichen Schildwachtreihcn ausznstellen. DieWachen, längs der verschiedenen Höhenzügc rings um die Woh-nungen vertheilt, waren die Allerletzten, welche etwas von derGefahr erfuhren.

In solchem Moment der Entscheidung war wenig Zeit zurBerathung. Dadurch, daß er in ähnlichen schwierigen Fällen seineGeistesgegenwart und Kraft sogleich an den Tag gelegt, hatteMahtoree sich ein so festes Ansehen unter seinem Volke erworben,und es war auch nicht wahrscheinlich, daß er es in diesem Augen-blicke verlieren würde, indem er durchaus nichts von Unentschlos-senheit verrieth. Mitten unter dem Aufschreien der Jugend, demGekreisch der Weiber und dem wilden Geheul der alten Hexen,die an sich schon hinreichend gewesen wären, ein Chaos in denGedanken des Mannes zu erzeugen, der weniger gewohnt war,in plötzlichen Nothfällen zu handeln, bekundete er sein volles An-sehen, indem er mit der Ruhe eiges ergrauten Kriegsmannesseine Befehle austheilte.

Während die Krieger sich bewaffneten, mußten die Knabenhinunter in den Grund nach den Pferden. Die Zelte wurdenhastig von den Weibern eingerissen, nnd ans diejenigen von denLastthieren gelegt, mit denen man sich nicht in den Kampf wagenkonnte. Die Säuglinge wurden ans den Rücken ihrer Müttergepackt, und die Kinder, welche schon groß genug zum Marschirenwaren, trieb man wie eine Heerde unvernünftiger Thiere in einenZug zusammen. Wiewohl diese verschiedenen Bewegungen unter-lautem Geschrei und einem Getöse erfolgten, der einem andernBauplatz von Babel glich, wurden sie doch mit unglaublicher Rü-stigkeit und Einsicht ausgeführt.