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4 (1853) Die Prairie : eine Erzählung
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geschossen, es wurde keine größere Verwirrung verursacht haben,als diese Handlung verzweiflnngsvoller Kühnheit. Ein gellendesKlagegeschrei brach von den Lippen aller Weiber, und es war einAugenblick, wo selbst die ältesten Krieger ihre Besinnung verlorenzu haben schienen. Dieses stumme Erstaunen dauerte jedoch unr-einen Augenblick. Ein Geschrei der Nachsucht folgte darauf aushundert Kehlen, während eben so viele Krieger dabei vorsprangen,zur blutigsten Vergeltung entschlossen. Aber ein mächtiger undgebietender Ruf aus Mahtoree's Munde hielt sie zurück. DerHäuptling, in dessen Antlitz Täuschung und Wuth mit dem Ver-langen, gefaßt zu erscheinen, stritten, streckte einen Arm gegen denFluß ans, und das ganze Geheimniß war erklärt.

Hart-Herz hatte fast schon die Hälfte des Grundes erreicht,der zwischen dem Abhang und dem Wasser lag. In demselbenAugenblicke kam eine Bande bewaffneter und berittener Pawnee'shinter einer der Höhlen hervor, und galopirte dem Rande desStromes zu, in den, wie man deutlich hörte, der Flüchtling sichjetzt hinabstürzte. Wenige Minuten genügten für seinen kräftigenArm, um hinüber zu schwimmen, und dann verkündete das Freu-dengeschrei von der entgegengesetzten Seite den gedemüthigtenTetons de» ganzen Triumph ihrer Gegner.

Neunundzwanzigftes Kapitel.

Wenn der Schäfer nicht in Banden liegt, so laß ihn flie-hen; der Fluch über ihn, die Foltern, die er fühlen wird,brechen den Rücken eines Mannes, das Herz eines Ungeheuers.

Shakespeare.

^Uan wird leicht einschen, daß die oben erzählte Begebenheitein gewaltiges Aufsehen unter den Sioux erregte. Als Mahtoreedie Jäger der Bande zu ihrem Lager znrückgeführt hatte, war vonihm keine der gewöhnlichen Vorsichtsmaßregeln der indianischenKlugheit verabsäumt worden, damit seine Spur den Augen seiner