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4 (1853) Die Prairie : eine Erzählung
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in langen Jahren von Hitze und Kälte, Gluck und Unglück, densie bei der Unbeständigkeit des traurigen Zustandes aller Weiberunter den Wilden von nun an zu erdulden, vom Schicksal vernr-theilt war. Ist es nicht aber eben so bei der Pflanze? Wie sieauch nachher wachse und gedeihe, wo der Mehlthau einmal undfrüher gewesen, bleiben die Spuren in Ewigkeit.

Zuerst beraubte sich Tachechana aller der rohen, doch hoch ge-schätzten Zierrathe, mit welchen einst ihres Gatten Freigebigkeitsie überhäuft hatte; und das geschah nicht mit Ungestüm, ja selbstohne Murren, als gelte es nur, um Jnez's Ucberlegcnheit anzncr-kennen. Sie zog die Armbänder von ihren Handgelenken, die ver-schlungenen Kugelkränze von ihren Schenkeln, und das breiteSilberband von der Stirn. Dann hielt sie lange und schmerzlichinne. Ja, es schien, daß der einmal genommene Entschluß vonkeinem zarteren Gefühle, und sei es noch so natürlich und dringend,könne überwunden werden; denn den Knaben selbst legte sie ihrermnthmaßlichen Nebenbuhlerin zu Füßen, und wohl konnte die sodurch sich selbst erniedrigte Tetonfran mit Recht glauben, nun seiihr Opfer ganz vollbracht.

Während Jnez und Ellen mit verwunderten Angen diese selt-samen Bewegungen betrachteten, sprach eine leise, sanfte, musika-lische Stimme in einer für sie unverständlichen Sprache:

Eine fremde Zunge wird meinen Knaben lehren, wie er einMann werden soll. Er wird neue Laute hören, aber er wird sielernen und die Stimme seiner Mutter vergessen. Es ist der Willedes Wahcondah, und ein Siouxmädchen soll nicht klagen. Sprichsacht zu ihm, denn seine Ohren sind sehr klein; wenn er großsein wird, dann kannst du lauter reden. Laß ihn ja nicht einMädchen sein, denn das Leben der Frauen ist sehr traurig. Lehreihn Acht haben auf die Männer. Zeige ihm, wie er Die strafenmuß, die ihm Unrecht thun, und laß ihn nie vergessen, Schlag umSchlag zu versetzen. Wenn er zur Jagd geht, so muß ihm die