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Wohnung zu verlassen, bemerkte er erst dieses unerwartete undhalb vergessene Wesen. Sie stand so demiithig und verschämt,wie es die Art der indianischen Mädchen ist, das Pfand ihrerfrüheren Liebe im Arme, ihm gerade im Wege. Einen Augenblickfuhr er'znsammen; gleich darauf gewann er aber wieder den mar-morartigen Gleichmuts), welcher, sei es von Natur oder durchKunst, in seinen Gesichtszügen lag, und deutete ihr gebieterischan, Platz zu machen.
„Ist nicht Tachechana die Tochter eines Häuptlings?" fragtesie mit unterdrückter Stimme, in welcher der Stolz gewaltig mitder Furcht kämpfte. „Waren nicht ihre Brüder Helden?"
„Geh! die Männer rufen ihr Oberhaupt. Er hat kein Ohrfür ein Weib."
„Nein," erwiederte die Flehende, „es ist nicht Tachechana'sStimme, die du hörst; dieser Knabe hier spricht durch die Zungeseiner Mutter. Er ist der Sohn eines Häuptlings und seine Wortewerden hinanfschallen zu den Ohren seines Vaters. Höre, waser spricht. Wann war Mahtoree hungrig und Tachechana hattekeine Nahrung für ihn? Wann ging er der Spur der Pawnee'snach und fand Alles leer, — und meine Mutter hätte nicht ge-weint? Wann kehrte er heim mit Zeichen der Schlacht, und siehätte nicht gesungen? Welches Siouxmädchcn schenkte einemHelden einen Sohn wie ich? Sieh mich gut an, daß du mich auchkennen mögest. Meine Angen sind Adleraugen. Ich blicke in dieSonne und lache. Ein wenig Zeit und die Dahcotah's werdenmir zur Jagd folgen und in den Krieg. Weßhalb wendet meinVater die Augen ab von dem Weibe, das mir Milch gibt? Warumhat er so bald die Tochter eines mächtigen Sioux vergessen?"
Es war ein kurzer Moment, wo das kalte Auge des Vatersmit Lust auf dem Antlitz des lachenden Buben verweilte und desTetons starrer Sinn gerührt schien. Doch schnell überwand erdiese edlere Regung, weil sie zugleich peinvvll für ihn war, faßte