Druckschrift 
4 (1853) Die Prairie : eine Erzählung
Entstehung
Seite
416
Einzelbild herunterladen
 

LI 6

manche Dinge geschaut, lind missen einen Braven von einem Fei-gen zu unterscheiden. Als ich noch ein Knabe war, sah ich nichtsals den Bison und den Hirsch. Nun kam ich ans die Jagd undsah den Kaguar und den Bären. Das machte Mahtvree zumMauue. Er sprach nicht mehr mit seiner Mutter. Seine Ohrenwaren offen für die Weisheit der alten Leute. Sie erzählten ihmAlles, sie sagten ihm auch von den Lang-Mcssern. Nun zog ermit auf den Kriegspfad. Damals war er der Letzte; jetzt ist erder Erste. Welcher Dahcotah wagt es zu sagen, er wolle vorMahtorce in die Jagdgründe der Pawuee's ziehen! Die Häupt-linge kamen ihm vor ihren Thüren entgegen, und sie sagten: meinSohn ist ohne eigen Haus. Sie gaben ihm ihre Wohnung, siegaben ihm ihre Reichthümer, und sie gaben ihm ihre Tochter.Da wurde Mahtoree ein Häuptling, wie cs auch sein Vater gewe-sen. Er schlug die Krieger aller Völker, und auswählen konnte ersich Weiber von den Pawuee's, den Omahaw's und deu Kouza's;aber er sah auf die Jagdgrüude und nicht auf sein Dorf. Er-hielt ein Pferd für angenehmer als ein Dahcotahmädchen. Aberer fand eine Blume in der Prairie, und er pflückte sie und brachtesie in seine Wohnung. Er vergißt nun, daß ihm auch nur eineinziges Pferd gehört; er gibt sie alle den Fremden, denn Mah-torce ist kein Dieb; er will nur die Blume behalten, die er aufder Prairie fand. Ihre Füße sind sehr zart. Sie kann nicht biszur Thüre ihres Vaters gehen, sie wird für immer in der Woh-nung eines tapfer» Kriegers bleiben."

Als er diese seltsame Anrede geendet, erwartete der Tctondie Uebersetzuug derselben mit der Miene eines Bewerbers, derkeine «utmuthigcudeu Zweifel über den glücklichen Ausgang hegt.Der Wildsteller hatte keine Sylbc der Rede verloren, und bereitetesich nun, sie aus eine Weise iu's Englische zu übertragen, welcheden Hauptgedanken wo möglich noch dunkler als in der Urspracheließe. Aber als seine widerstrebenden Lippen sich öffnen wollten,