die Städte, wie eben so viele bunte und muntere Vögel zur Blüthe-zeit. Du wirst sie treffen, singend und froh an den großenStraßen des Landes, und du wirst hören ihr schallendes Gelächterin den Wäldern. Es ist eine Pracht, sie anzusehen, und diejnngen Männer finden eine wahre Lust dran."
„Hngh!" rief der aufmerksame Mahtoree aus.
„Wahrhaftig, du magst es mir glauben, was du hörst, dennes ist keine Luge. Aber wenn ein Jüngling ein junges Mädchengefunden, das ihm gefällt, spricht er zu ihr mit einer so sanftenStimme, daß es Niemand sonst hören kann. Er sagt nicht, meineWohnung ist weit, und darin ist noch Raum für Jemand, son-dern: Soll ich bauen, und will die Jungfrau mir zeigen, beiwelcher Quelle sie wohnen möchte? Seine Stimme ist süßer alsder Honig der Locnste, und trillert so sanft in's Ohr, wie der Ge-sang des Zaunkönigs. Wenn deßhalb mein Bruder wünscht, daßseine Worte gehört werden, muß er mit einer weißen Zunge reden."
Mahtoree versank in tiefes Sinnen, und, was noch wunder-barer war, er versuchte nicht, dieß zu verbergen. Es war gegenalle Ordnung der Geselligkeit, und nach seinen ererbten Grund-sätzen ganz der Würde eines Häuptlings entgegen, daß ein Krie-ger sich vor einem Weibe erniedrigen solle. Aber als Jnez so vorihm saß in würdiger Ruhe, völlig nnknndig und ganz ohne Arg-wohn, was wohl diesen Besuch könne veranlaßt haben, fühlte dochder Wilde den Einfluß einer Sitte, an die er ganz und gar nichtgewöhnt war. Den Kopf beugend, als erkenne er seinen Jrrthnman, trat er ein wenig zurück, und indem er sich mit anmnthigerWürde hinstellte, begann er mit solcher Sicherheit zu reden, wiewenn er sich durch seine Beredsamkeit bisher nicht minder ausge-zeichnet hätte, als durch seine Waffenthaten. Die Augen auf Midd-letons Braut gerichtet, begann er abermals in folgenden Worten:
„Ich bin ein Mann mit rother Haut, aber meine Angen sindschwarz. Sie waren offen seit manchem Schnee. Sie haben