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Elle» dagegen bewies sich weit mehr als Weib, und vcrriethdemiiach auch weit mehr weltliche Gefühle. Sie hatte geweint,bis ihre Angen roth angeschwollen waren. Ihre Wangen glühtenvor Aerger, und Kränkung und Unmnth athmeten im ganzenAnsdruck ihres Gesichtes, worin sich aber auch zugleich Furcht undBesorgnis; für die Zukunft abspiegelten. Mit einem Worte, dasganze Wesen von Pauls Braut vcrrieth, daß wenn glücklichereZeiten kämen, und die Treue des Bienenjägcrs einst ihren Lohnfände, er in ihr eine Lebensgefährtin erhalten würde, die in jederArt für seine leichte, mnthwillige Sinnesweise sich eignete.
Es gab indessen noch eine dritte Gestalt in diesem kleinenweiblichen Kreise. Es war dies; die jüngste, die allcrbcgabteste nndbis dahin die geliebteste nnter den Franc» des Teton. Ihre Reizehatten mächtig auf die Augen ihres Gatten gewirkt, bis diese ganzunerwartet sich noch weiter öffneten vor der Lieblichkeit einesWeibes unter den Bleich-Gesichtern. Von diesem unglücklichenMomente an konnten Anmnth, Zuneigung und Treue der jungenIndianerin ihn nicht länger fesseln. Tachechana's Gestalt undWesen, obgleich freilich weniger blendend, als das ihrer Nebenbuh-lerin, war für Eine ihres Stammes frisch und anmuthig. Ihr nuß-braunes Auge war so sanft nnd beweglich wie das der Antilope; ihreStimme voll Anmnth und munter wie der Gesang des Zaunkönigs,und ihr frohes Gelächter tönte melodisch durch die Wälder. Vor allenSionxmädchen war Tachechana (die Hindin benannt) die beglück-teste und beneidetste. Ihr Vater war ein ausgezeichneter Krieger ge-wesen, nnd ihre Brüder hatten ihre Gebeine bereits ans einem fer-nen, schrecklichen Kriegsznge znrückgclassen. Zahllos waren dieKrieger, welche Geschenke gesandt in die Wohnung ihrer Eltern, aberans keinen achtete mau, bis ein Bote vom großen Mahtoree kam.Freilich war sie schon sein drittes Weib, gewiß aber die bcgün-stigste von ihnen allen. Nur zwei kurze Jahre hatte ihre Verbin-dung gedauert, deren Früchte jetzt schlafend zu ihren Füßen lagen,