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4 (1853) Die Prairie : eine Erzählung
Entstehung
Seite
352
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Stock man des Honigs wegen angczündet hat, und die todt aufdem verbrannten Stroh liegen. Hört Ihr nicht schon das Ge-räusch und Blasen um uns, und wißt Ihr nicht, daß wenn dasGras in der Prairie einmal Feuer gefangen, man kein Faulthiersein muß, will man der Flamme entfliehen?"

Denkt Ihr denn, Ihr," erwiederte der alte Mann, auf diesie umgebenden Stellen dürren und verwitterten Grases höhnischhinweisend,daß Menschenfüße schnell genug mären, auf solchemWege dem Brande zu entfliehen? Wüßte ich mir jetzt, aufwelcher Seite sich die Hunde gelagert haben und lauern!"

Was sagt Ihr dazu, Doktor," rief der wild gewordene Paul,sich in seiner äußersten Roth an Battius wendend, wie sich derStarke in der halben Verzweiflung beim Schwachen Raths erholt,wenn die menschliche Kraft einer höhern Gewalt nachgeben muß.Was sagt Ihr dazu? Habt Ihr in diesem Fall, wo es aufLeben und Tod ankommt, keinen Vorschlag zu thnn?"

Der Naturforscher stand die ganze Zeit über mit seiner Schreib-tafel in der Hand da, und beobachtete den Brand eben so bedäch-tig, ruhig und kalt, als sei die Prairie nur deßwegcn angezündetworden, um ihm Gelegenheit zu geben, ein wissenschaftliches Pro-blem zu lösen. Die Anrede des Biencnjägers weckte ihn ans ver-tiefen Betrachtung. Anstatt aber ihm Antwort zu geben, wendeteer sich zu seinem ebenfalls nur ans verschiedenen Gründenruhigen und gefaßten Gefährten, dem Wildstellcr, und fragte ihnmit einer in solcher Gefahr empörenden Gleichgültigkeit:

Ehrwürdiger Jäger, Ihr habt ohne Zweifel oft ähnlichePrismatische Experimente gemacht. . . ."

Ihn unterbrach hier Paul, schlug ihm die Schreibtafel miteinem rohen Ungestüm aus den Händen, der sich nur durch dieunerwartete Kaltblütigkeit erklären und entschuldigen ließ, welcheden heftigen, dem Wahnsinne nahen, jungen Mann ganz außersich gesetzt hatte. Noch ehe ihm die rasche, gewaltsame Handlung