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4 (1853) Die Prairie : eine Erzählung
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sowohl, als in eurer alten Welt von jeher ein Werkzeug zumBösen gewesen ist. Schau' um dich, Mann; wo sind Alle geblie-ben, welche ehedem diese Prairie bewohnt haben? die Könige mitihren Palästen? die Reichen und Mächtigen dieser Wüstenei?"

Wo sind aber die Monumente und Ruinen, woraus sich dieWahrheit einer so unbestimmten Theorie ableiten ließe?"

Ich weiß nicht, was Ihr unter Monument versteht."

Monumente, Denkmäler, sind Werke von Menschenhand. ZumBeispiel: die preiswürdigen Rudera von Theben und Balbec, dieSäulen, Katacomben, Pyramiden, welche mitten in den Sand-wüsten des Morgenlandes dastehen, wie Schiffstrümmer an einerFelsenküste, um von den Stürmen der Jahrhunderte Zengniß ab-zn legen!"

Sie sind dahin, längst dahin. Die Zeit ist ihnen zu langgeworden. Und warum? Die Zeit ist von Gott gemacht. Jenesist Menschenwerk. Diese mit Rohr und Gras bewachsene Stelle,auf welcher wir sitzen, ist vielleicht vor langer, langer Zeit derGarten eines Königs gewesen. Es ist das Schicksal aller Dinge,zu reifen und abzunehmen. Der Baum blüht, trägt seine Früchte;diese fallen ab, faulen, vertrocknen, und selbst Per Samen gehtverloren. Geht und zählt die Ringe der Eiche und des wildenFeigenbaums; sie liegen in Kreisen einer um den andern; aberEuer Auge erblindet über dem Versuch, die einzelnen von einanderzu unterscheiden und die Zahl heransznbringen; und doch vergehtein ganzes Jahr, ehe der Stamm den einen neuen kleinen Ringum die andern und um sich selbst gewunden hat, wie der Büffelsein Kleid und der Hirsch seine Hörner wechselt. Und was willdies; Alles sagen? Nimmt nicht der edle Baum, luftiger, groß-artiger, reicher, und schwerer nachzuahmen, als eure erbärmlichenSäulen, tausend Jahre seine Stelle im Walde ein, ehe die Zeit,die sein Schöpfer ihm gegeben und angewiesen, abgelaufen ist?Dann kommen die Winde, die Ihr nicht sehen könnt, und spalten